Psychotherapie – Ein Wort, viele Fragen

Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Heilverfahren. Der Begriff „Psychotherapie“ kommt ursprünglich aus dem Altgriechischen und bedeutet, den ganzen Menschen (seine Seele, seinen Verstand und seinen Körper) zu heilen und in seiner Entwicklung zu unterstützen. Denn Körper, Geist und Seele sind untrennbar miteinander verbunden. So können Symptome, Leidenszustände und Krankheiten als Ausdruck von innerem Ungleichgewicht verstanden werden.

In Folge beantworte ich Ihnen die wichtigsten und häufigsten Fragen zu Psychotherapie im Allgemeinen sowie zu meiner Arbeitsweise.

Spezifische Informationen zu Einzelpsychotherapie, Paartherapie, Familientherapie sowie zu allgemeinen Rahmenbedingungen in meiner Praxis finden Sie auf der jeweiligen Seite.

Die Basis für eine wirkungsvolle Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn. In erster Linie führen wir Gespräche, wobei ich Ihnen aufmerksam zuhöre und gezielt Fragen stelle. Zudem wende ich verschiedene Techniken und Interventionen wie zirkuläres Fragen, Metaphernarbeit, Timelines, Reframing, Teilearbeit und Externalisieren an.

Die Psychotherapie ermöglicht Ihnen einen geschützten Rahmen, in dem Sie sich zeigen können, wie Sie sind. Meine Aufgabe als Ihre Psychotherapeutin ist es, Zeit und Raum für Ihre Anliegen zu schaffen. Ich unterstütze Sie in einem professionellen Setting, Ihr Wohlbefinden zu steigern und Ihre selbstgewählten Ziele zu erreichen.

Bitte bedenken Sie, dass sich Symptome und Leidenszustände in der Regel über einen längeren Zeitraum entwickeln. Deshalb benötigt die Seele auch Zeit, um ihre Wunden zu heilen. Manche Therapiestunden werden für Sie erkenntnisreich und “leicht” sein, andere jedoch wiederum “schwer” und anstrengend. Auch kann es vorkommen, dass Sie während Ihrer Psychotherapie Zweifel oder Rückfälle erleben. All das kann Teil des therapeutischen Prozesses sein. Ich möchte Sie ermutigen, auch diese Vorkommnisse in der laufenden Psychotherapie anzusprechen.

Meiner Ansicht nach geht es um drei Grundsätze:

– neue und erweiterte Möglichkeiten im Leben entdecken: neue Verhaltensweisen lernen, alte Muster durchbrechen, Beziehungen aktiv gestalten, einen Neubeginn wagen

– Zusammenhänge verstehen: Beziehungen reflektieren, mögliche Funktionen von Symptomen verstehen und Lebenssituationen aktiv verändern

– sich selbst besser kennen: die eigenen Stärken und Ressourcen fördern, die eigene Persönlichkeit akzeptieren und weiterentwickeln, auf die eigenen Bedürfnisse achten

Psychotherapie bietet Ihnen Raum und Zeit für Ihre Bedürfnisse. In einer vertrauensvollen Beziehung können Sie sich und Ihre aktuelle Lebenssituation selbst besser verstehen lernen und Zusammenhänge bzw. Muster erkennen. Als Ihre Psychotherapeutin begleite ich Sie dabei, Ihre persönlichen Ziele und Ihren Wunsch nach Veränderung umzusetzen. Somit ist auch klar, dass das Ziel einer Therapie so individuell ist wie jeder Mensch selbst. Deshalb vereinbaren wir Ihre Ziele und Ihren “Auftrag” an mich zu Beginn der Behandlung.

Psychotherapie eignet sich vor allem für Menschen, die

– aktuelle Lebenssituationen und Lebenskrisen bewältigen

– sich verändern und weiterentwickeln und / oder

– einen persönlichen Leidensdruck (beispielsweise durch Erlebnisse in der Vergangenheit oder aktuelle Ereignisse) verringern möchten.

Das Alter des/der Klient/in spielt jedenfalls keine wesentliche Rolle. Vielmehr geht es um den eigenen Wunsch nach Veränderung und professioneller Unterstützung. Für mich ist es ein Zeichen von Mut und Stärke, diesen Weg zu wählen.

Viele Menschen kommen mit Symptomen wie Angstzuständen, Panikattacken, Suchtproblemen, Zwängen, selbstverletzendem Verhalten, Suizidgedanken oder mit Diagnosen wie Burnout, Borderline, Schizophrenie, schizoaffektive Störung, bipolare Störung oder Depression in Behandlung. Andere KlientInnen leiden schon länger an psychosomatischen Beschwerden bzw. organisch unerklärbaren Schmerzen und möchten dieser Situation nun auf psychotherapeutischer Ebene begegnen. Häufig sind auch eine aktuelle Lebenskrise oder belastende Ereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, eine schwierige Trennung oder ein unvorhergesehenes Ereignis (Krankheit oder Unfall) Beweggründe für eine Psychotherapie. Auch gibt es Menschen, die sich selbst besser kennen lernen und weiterentwickeln möchten. Dazu kann eine psychotherapeutische Begleitung ein inspirierender und stärkender Rahmen sein.

Als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision unterliege ich einer gesetzlich geregelten Schweigepflicht. Sie können sich demnach sicher sein, dass alle Inhalte, die wir in der Therapie besprechen, nicht an Dritte weitergegeben werden.

Ich bin zur regelmäßigen Supervision durch eine/n erfahrene/n Lehrtherapeuten/in verpflichtet. Diese/r steht ebenfalls unter absoluter Verschwiegenheitspflicht und wir besprechen meine therapeutische Arbeit ausschließlich in anonymisierter Form.

Ein wichtiger Grundsatz der Psychotherapie ist, dass sie auf Freiwilligkeit beruht. Ob, wann und wie lange Sie Psychotherapie in Anspruch nehmen, ist Ihre eigene und freie Entscheidung. Denn für das Gelingen einer Psychotherapie ist es wesentlich, dass sich der / die KlientIn öffnet und sich auf den therapeutischen Prozess einlässt.

Ich habe mich für die therapeutische Methode der systemischen Familientherapie entschieden. Dabei arbeite ich sowohl mit Einzelpersonen als auch im Mehrpersonen-Setting (d.h. Paar- und Familientherapie).

Respekt, Wertschätzung, Empathie, Lösungs- und Personenneutralität sind meine grundlegenden Haltungen. Zudem interessiere ich mich besonders für die Ressourcen meiner KlientInnen sowie für ihre Herkunfts- und aktuellen Bezugssysteme (z.B. Familie, soziales Umfeld, Arbeit). Ich wende verschiedene Techniken wie zirkuläres Fragen, Metaphernarbeit, Timelines, Reframing, Teilearbeit und Externalisieren an.

Die Zusatzbezeichnung „in Ausbildung unter Supervision“ bedeutet, dass ich mich im letzten Teil der Ausbildung zur Psychotherapeutin befinde und zur eigenständigen psychotherapeutischen Tätigkeit berechtigt bin. Zugleich habe ich bestimmte Auflagen, wie beispielsweise die regelmäßige Supervision durch eine/n erfahrene/n Lehrtherapeuten/in, zu erfüllen. Für Sie entstehen weder Mehrkosten noch Mehraufwand. Zugleich haben Sie den Vorteil, dass die Qualität meiner therapeutischen Tätigkeit laufend durch die/den Lehrtherapeuten/in überprüft und gewährleistet wird.

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